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15.08.2018

Ausfallsicherheit und Vernetzung von CommandX bewähren sich bei Großschadenslage mit überörtlichem Kräfteeinsatz in Schleswig-Holstein

Ausfallsicherheit und Vernetzung von CommandX bewähren sich bei Großschadenslage mit überörtlichem Kräfteeinsatz in Schleswig-Holstein

Am Dienstag, den 14.08.2018, kam es im Nordosten Schleswig-Holsteins gleich zu zwei sehr komplexen Schadenslagen.

Gegen 05:45 Uhr brach in einem Recyclingbetrieb in Lensahn ein Feuer im Bereich einer Anhäufung von Elektrokleingeräten und Metallschrott aus. Der Einsatz entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einer wahren Materialschlacht. Aus ganz Schleswig-Holstein wurden Schaummittelbestände an die Einsatzstelle verbracht. In der Spitze waren über 200 Einsatzkräfte von verschiedenen Hilfsorganisationen und Behörden eingesetzt.

Jeder Einsatzleiter, der eine solche Einsatzstelle kennt, weiß um die Komplexität eines solchen Einsatzes und die damit verbundenen Herausforderungen.

Die Gemeinde Lensahn führte Ende des Jahres 2017 das Führungsunterstützungssystem CommandX ein, stattete ihre Befehlsstellen damit aus und ließ ihre Kameradinnen und Kameraden durch unser Trainerteam einen Abend lang in CommandX einweisen.

Gestern zahlte sich diese effiziente Weise der Einsatzvorbereitung vollkommen aus. Einsatzleiter und Gemeindewehrführer Hartmut Junge behielt dank der Lagekarte jederzeit den Überblick. Auch das Erfassen kreisfremder Einsatzkräfte, die zum Teil knapp 150 km Anfahrt hatten, war dank CommandX unkompliziert und einfach.

Hartmut Junge zeigte sich während der Feuertaufe für sein Führungsunterstützungssystem begeistert: „CommandX läuft 1A!“, so das knappe, aber deutliche Zwischenfazit. Die Struktur seiner Einsatzstelle war jederzeit klar und deutlich in der Ordnung des Raumes dargestellt. "Unsere letztjährige Entscheidung CommandX anzuschaffen, war goldrichtig. Nach vielen kleineren und größeren Einsätzen jetzt die richtige Herausforderung. Es hat perfekt geklappt."

Während die Sperrung der BAB1, welche in direkter Nachbarschaft zur Einsatzstelle verläuft, umfangreiche Einschränkungen für die Bevölkerung zur Folge hatte, kam es im Verlauf noch schlimmer.

Eine 110.000 Volt-Stromtrasse, welche quer über die Einsatzstelle verläuft, musste gegen 08:45 Uhr aus Sicherheitsgründen stromlos gemacht werden. In der Konsequenz waren mehrere tausend Haushalte und Betriebe im östlichen Ostholstein ohne Strom und Telekommunikation. Auch der Digitalfunk war leicht beeinträchtigt.

Da der zeitliche Rahmen nicht absehbar war und auch Kliniken vom „BlackOut“ betroffen waren, wurden die Feuerwehren der betroffenen Gemeinden alarmiert. Darunter auch die Kameraden der Feuerwehr Grömitz, welche kürzlich CommandX beschafft hatten und in der kommenden Woche geschult werden.

Auch ohne vorherige Einweisung gestalteten sich die Arbeiten mit CommandX problemlos.

Im weiteren Einsatzverlauf erhielten die Kameraden im Bereich Grömitz Unterstützung durch die TEL (Technische Einsatzleitung) des Landkreises Stormarn. Die Kameraden der TEL Stormarn brachten neben Manpower vor allem die gesamte Stabsausrüstung auf CommandX-Basis mit in den Einsatzabschnitt. Nach kurzer Aufbauphase und Lageeinweisung konnten die Kameraden aus dem benachbarten Stormarn die Lagedarstellung und Koordinierung der auswärtigen Einsatzkräfte übernehmen und gemeinsam mit dem System der Feuerwehr Grömitz zu Ende führen.

„Auch bei dieser nicht alltäglichen Lage konnten wir mit CommandX wie gewohnt und unabhängig von jeglicher Infrastruktur arbeiten. Sämtliche Clients verbinden sich mit dem lokalen, im Fahrzeug verbauten Server. Hierbei waren wir weder auf vorhandene Netzwerke, noch auf Internetverbindungen angewiesen. Für uns ein entscheidendes Kriterium bei der elektronischen Stabsarbeit“, so Stephan Korffmann, TEL Stormarn.

„Jetzt freuen wir uns noch mehr auf die Schulung in der kommenden Woche, um auch noch die Feinheiten über das Programm zu erfahren. Dieser gemeinsame Einsatz war bereits sehr hilfreich. Beeindruckend, wie einfach die Zusammenarbeit der beiden Einheiten mit CommandX war, gerade wenn man bedenkt, dass die TEL aus einem gänzlich anderen Landkreis stammt“, so Finn Hennings, stellvertretender Gemeindewehrführer der Gemeinde Grömitz.

Gegen 19 Uhr konnte die Stromversorgung schrittweise wiederhergestellt werden, sodass die Maßnahmen in Grömitz sukzessive zurückgefahren werden konnten.

Alle Führungskräfte sind sich einig: CommandX hält, wofür es steht - die Ausfallsicherheit war zu jederzeit gegeben.

„Ich freue mich sehr, dass CommandX zur erfolgreichen Bewältigung dieser Einsatzlagen beigetragen hat. Gerade die unkomplizierte überregionale Zusammenarbeit zeigt eindrucksvoll, was von unserem System geleistet werden kann“, freut sich Sascha Pomp, Geschäftsführer der Eurocommand GmbH. „Da die Software-Einweisung der Kameraden an der Ostsee erst bevorsteht, haben wir vorsorglich das Servicelevel erhöht, um kurzfristige Fragen ohne zeitlichen Verzug bedienen zu können. Das Team leistet wirklich hervorragende Arbeit! Die Rückmeldungen von den Beteiligten sind durchweg hervorragend und bestärken uns natürlich in unserer täglichen Arbeit“, ergänzt er weiter.

Wir gratulieren den Feuerwehren Lensahn und Grömitz herzlich zu den erfolgreich abgearbeiteten Einsätzen. Ein großes Dankeschön geht auch an die TEL Stormarn für die grandiose Unterstützung im Nachbarkreis - das Team der Eurocommand GmbH.

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Lensahn / TEL Stormarn 

 
 

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